My Story: Jonathan B.

Gott ist mein Plus!

Um aufzuzeigen, wie Jesus das grosse Plus in meinem Leben ist, erzähle ich ihnen meine Geschichte. Sie erhalten einen Einblick in mein Leben und meine Erfahrungen mit Gott. Inzwischen bin ich 19 Jahre alt und stolz darauf, sagen zu können, ein Christ zu sein. Bereits früh habe ich angefangen mich für meinen Gott einzusetzen und ich habe versucht anderen Menschen zu helfen. Doch ich musste auch merken, dass das Leben kein Zuckerschlecken ist und mich den Herausforderungen dieser Welt stellen. Ich habe gelernt die Hoffnung niemals aufzugeben. Was auch kommen mag.

 

 

 

Seit ich denken kann, war Jesus ein Teil von meinem Leben. Ich bin in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen und mir wurden die christlichen Werte von Anfang an mitgegeben. Dies hat bedeutet, dass mir meine Eltern beigebracht haben zu vergeben, z.B. wenn ich mich mit meiner jüngeren Schwester gestritten habe. Mir wurde beigebracht, immer an Gott festzuhalten. Zudem hat das auch bedeutet, dass nicht alles erlaubt war. In meiner Familie war es verpönt sich gewisse Filme anzuschauen oder gewisse Musik zu hören. Daran habe ich mich gehalten und bin mit dieser Einstellung weitergegangen. Wir sind jeden Sonntag in die Gemeinde gegangen, dort bin ich in die Sonntagsschule. Auch unter der Woche haben wir Angebote wahrgenommen, ich war bei den Royal Rangers, wo ich meiner ersten Lagererfahrungen gesammelt habe. Als eher ruhiger Typ bin ich einfach mitgegangen. Ganz nach dem Motto: «Dabei sein ist alles.» Diese Zeiten haben mich insofern geprägt, dass ich es auch heute noch geniesse im Wald unterwegs zu sein, ein Feuer anzuzünden oder einfach mal Vollgas über Stock und Stein zu rennen.

 

Während meiner Schulzeit habe ich mich immer als Christ geoutet. Es war und ist ein Teil von mir, auch wenn mich das als Nerd abstempelt. Mein Freundeskreis war aus diesem Grund auch immer eher eng. Ich habe mich den Aussenseitern angeschlossen, denen, die keine Freunde hatten. Obwohl die Anderen nicht immer wussten, was sie mit mir anfangen sollten, haben sie mir dafür Respekt gezollt. Es hat sich nie jemand über meinen Glauben lustig gemacht, denn ich bin dazu gestanden und dies haben sogar diejenigen gemerkt, welche die Bibel für reinen Humbug halten.

 

Schon bald sind wir aus unserer Gemeinde ausgetreten und waren ein paar Jahre ohne sie unterwegs. Dennoch waren wir Christen und ebenso waren wir fest davon überzeugt, dass dies auch ein Weg ist. Aus meinen Deutschen Wurzeln hinaus, haben wir hin und wieder den Josua-Dienst besucht. Dieser hat verschiedene Seminare, Worship-Abende oder Familienwochen angeboten. Dort habe ich Zeit mit anderen Jugendlichen verbracht. Ich habe gelernt, dass Gott uns den Heiligen Geist an die Seite gestellt hat und so öffneten sich mir ganz neue Wege. Wir haben viel gebetet, für uns selbst und für andere, wir haben Gott durch Lieder gepriesen und ich habe Gott kennengelernt. Ohne jegliche Vorahnung kam es an einem Lobpreisabend dazu, dass jemand für mich gebetet hat. Denn so wie sich herausgestellt hat, war eines meiner Beine kürzer als das Andere. Der Pastor hat meinen Vater im Gebet angeleitet und als ich meine Augen wieder geöffnet habe, waren beide Beine gleich lang. Solche Dinge wurden zur Normalität, denn Gott hat dort nicht nur an mir Wunder vollbracht. Oft habe ich erlebt, dass auch andere Menschen Jesus erlebt haben. Und auch ich habe das getan, nicht nur durch Wunder. Dort habe ich die Liebe Gottes das erste Mal gespürt und so habe ich mich selbst für Jesus entschieden und habe begonnen ihm nachzufolgen. Zudem habe ich meine Berufung gefunden. Gott hat sich um mich gekümmert, so auch als ich einen Skiunfall gehabt habe. Durch den Unfall ist mein rechtes Kreuzband gerissen, so bin ich mit Krücken hineingegangen und anschliessend wieder ohne Krücken herausspaziert. Während dieser Zeit waren meine Eltern auf der Suche nach einer Gemeinde in unserer Nähe. Schlussendlich haben wir uns in der Heilsarmee wiedergefunden. Nach dem ersten Besuch waren meine Eltern eher skeptisch, doch für mich und meine Schwester war es sternenklar, wir bleiben. Es waren nicht die Menschen, nicht die Gemeinde und auch nicht die Heilsarmee, die uns zu dieser Entscheidung geführt hat, Gott selbst hat in unsere Herzen gesprochen. Und so hat es seinen Lauf genommen… Nach einiger Zeit haben sich meine Eltern für den Offziersdienst interessiert und sich bald darauf beworben.

 

Es war auch die Zeit, indem ich meinen Abschluss in der Oberstufe gemacht habe und auf der Suche nach einer Lehrstelle war. Computer haben mich schon von früh auf fasziniert und mein Traumberuf war dementsprechend Informatiker. Dieser Plan ist jedoch nicht aufgegangen und so stand ich da, ohne zu wissen was ich nun tun sollte. Während meiner Schulzeit hat meine Mutter 3 Kinder verloren, doch Gott hat auch hier Wunder gewirkt. Völlig überraschend wurde meine Mutter schwanger und ich habe zwei Geschwister bekommen, welche 11 und 14 Jahre jünger sind als ich. Deshalb habe ich mich entschieden, mich in einer KiTa zu bewerben. Ich habe die Bewerbung für das Praktikum entschieden, 3 Tage geschnuppert und anschliessend eine Zusage erhalten. Für mich war es, als ob mir jemand meine Augen geöffnet hätte. Gott hat mir Türen geöffnet, die ich selbst für verschlossen gehalten habe. Dies ist aber noch lange nicht alles. Während meinen Sommerferien, 3 Wochen bevor ich hätte anfangen sollen, kam plötzlich dieses Telefon. Die KiTa hat angerufen und mir erklärt, dass ich das Praktikum nicht machen muss und sofort mit der Ausbildung anfangen kann. Meine Eltern waren überwältigt, doch ich nicht, etwas in mir hat mir Zuversicht verliehen. Ohne, dass ich es gewusst habe, hat Gott mir dies schon vorher angekündigt, wirklich cool, wie ich finde.

 

Während ich nun eine Lehre hatte, haben sich auch meine Eltern auf den Weg gemacht. Sie haben ein halbjähriges Praktikum in der Heilsarmee gemacht, sind Offiziere geworden und haben das Korps Zofingen übernommen. Dies war meine Gelegenheit meiner Berufung nachzufolgen. Mir wurde die Ehre zuteil, die Technik zu machen. Ich habe einen Moderationskurs besucht, so dann auch die ersten Male einen Gottesdienst moderiert und ich habe meinen ersten Input gehalten. Alles lief nach Plan. Meine Begeisterung liess sich kaum in Grenzen halten, so auch als meine Eltern ein Lager geleitet haben. Während dem Lager ging es meiner Mutter immer schlechter und sie musste sich viel ausruhen, ich habe damit gerechnet, dass dies wieder vorübergeht. Kurz vor meinem 16. Geburtstag erhielt meine Mutter die Diagnose für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Meine Welt begann zusammenzubrechen. So kam es, dass meine Mutter zur Chemotherapie im Krankenhaus war, immer öfter und immer länger. Meine Mutter war sehr schwach, es hat mich aus der Bahn geworfen, vor kurzer Zeit hatte sich meine Mutter noch um mich und meine Geschwister gekümmert, nun haben sich die Rollen getauscht. Zwischendurch gab es Phasen, in denen es ihr besser zu gehen schien. Aber dies hat sich nicht gehalten. Ein Jahr nach der Diagnose habe ich meine Mutter auf der Paliativ-Care das letzte Mal besucht. Wenige Tage später ist sie gestorben.

Am Ende des Jahres, 2 Monate später, habe ich das Praisecamp besucht. Es war absolut überwältigend zu sehen, wie 6500 Jugendliche Feuer und Flamme für Jesus sind. Neben dem einzigartigen Worship, den herausragenden Inputs und der tollen Gemeinschaft ist mir etwas klar geworden. An den Abenden sind verschiedene Sänger, Bands und DJ’s aufgetreten. Ich habe gelernt zu feiern. Dies war insbesondere sehr wichtig für mich um loslassen zu können und Momente zu geniessen.

 

Wieder zurück im Alltag ging es trotzdem bergab. Meine Lehre stand auf der Kippe. Ich selbst war buchstäblich am Boden zerstört, so war ich einen Monat krankgeschrieben. Während dieser Zeit hatte ich nur eine Chance, nämlich auf Gott zu vertrauen. Er hat mich durchgetragen, indem er für mich gekämpft hat, wo ich nicht konnte. Gott hat mir Hoffnung gegeben, welche mich am Leben gehalten hat. Ich selbst war orientierungslos, den Weg hat mir Jesus gezeigt und so bin ich vorwärts gegangen, Schritt für Schritt. Ich habe es geschafft, jeden Tag kleine Erfolge zu erzielen. Inzwischen stehe ich wieder mit beiden Beinen im Leben. Ich kann auch meistens den Anforderungen meiner Ausbildung gerecht werden, indem mich z.B. die Kindergruppe leite oder neue Dinge entdecke, die ich mit den Kindern unternehmen kann. So habe ich meine Lebensfreude wiedergefunden. Und damit erlebe ich das grösste Wunder meines Lebens, denn ich habe es nun geschafft, mit der Hilfe und Kraft Gottes, meine Abschlussprüfungen abzulegen. Ohne ihn wüsste ich nicht, wo ich die Kraft dazu hätte hernehmen sollen. Ich selbst bin schwach, aber Gott ist stark.

 

Gott ist mein Plus, weil er mich trägt, mir Freude schenkt und mir vorangeht. Egal was kommt, mit Jesus ist nichts unmöglich. Deshalb mache ich mich auf, um neues Land in Anspruch zu nehmen, neue Erfahrungen zu machen. Es ist glorios, dass Gott auch das Schlechte brauchen kann, um daraus etwas Gutes zu formen.

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