MY STORY: IMAAN D.

Vom erfolgreichen Studenten zum Flüchtling

Wer bist du und woher kommst du? 

Mein Name ist Imaan D.. Ich bin im November 1990 im Iran geboren und dort aufgewachsen. Nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit habe ich ein Studium an einer renommierten Universität gemacht. In meiner Freizeit habe ich viel Sport gemacht und war auch als Trainer tätig. In der Zeit meines Militärdienstes bekam ich dann Probleme und musste das Land verlassen und wurde vom erfolgreichen Studenten zum Flüchtling.

 

Weshalb wurdest du zum Flüchtling?

Während meines Militärdienstes habe ich in einer Kaserne gearbeitet. Dort habe ich mehrmals beobachtet, wie meine direkten Vorgesetzten Korruption betrieben haben. Ich bin ein Mensch, dem Recht und Gerechtigkeit wichtig sind, deshalb wollte ich etwas dagegen unternehmen. Ich meldete die Vorfälle bei den oberen Stellen im Militär. Leider merkte ich bald, dass auch diese oberen Stellen in Korruption verwickelt sind und das ganze System korrupt ist. Als Reaktion auf meine Meldung wurde ich in meiner Kaserne festgehalten und es stand die Drohung vom Militärgericht im Raum. Mir wurde bewusst, dass ich vor Gericht keine Chance haben würde und sie mich verurteilen könnten – bestenfalls zu einer Gefängnisstrafe, eine Versetzung an die Front oder noch schlimmeres. Da ich Angst um mein Leben hatte beschloss ich, in einem günstigen Moment aus der Kaserne zu fliehen und meine Stadt und den Iran zu verlassen. Ich floh zunächst in die Türkei, von dort führte mich die Reise über Griechenland und den Balkan in die Schweiz. In Kreuzlingen beantragte ich Asyl und wurde dann in den Kanton Basel-Landschaft gebracht, wo ich seit 3 Jahren als Flüchtling lebe.

 

Wie hast du die Heilsarmee kennengelernt?

Ich hörte von einem Freund, dass man in der Heilsarmee materielle Hilfe bekommen kann, wenn man in einer Notlage ist. Ich besuchte die Lebensmittelausgabe und kam dort zum ersten Mal mit Leuten der Heilsarmee in Kontakt. Mich faszinierte, dass diese Leute anderen Menschen helfen ohne Ansehen der Person, Religion oder Rasse und ich fragte mich auch: weshalb machen diese Leute das? Ich entdeckte, dass ihre Motivation im christlichen Glauben lag.

 

Welche Rolle spielten Glaube und Religion in deinem Leben?

Der Iran gilt als Geburtsstätte der Menschenrechte. Der antike Herrscher Kyros galt als sehr humaner Herrscher und sein 538 v.Chr. erlassenes Edikt, in dem er unter anderem den Sklaven Freiheit verkündigte und Religionsfreiheit gewährte, gilt als erste «Menschenrechtscharta“. Ich war in meinem Leben nicht besonders religiös. Ich bin zwar in einer islamisch geprägten Kultur aufgewachsen, aber Religion war für mich einer von verschiedenen möglichen Zugängen zu Gott, auf den ich persönlich nicht angewiesen war. Viel wichtiger als Religion war für mich, dass ich andere Menschen gut behandele. In diesem Sinne könnte man mich als «Humanisten» bezeichnen. Als ich dann in die Schweiz gekommen bin, kam ich in Kontakt mit verschiedenen Christen. Dass ihr Glaube ihr Handeln prägt hat mich sehr fasziniert.  Ich begann, mich intensiv mit dem christlichen Glauben zu beschäftigen und nach mehreren Monaten des Beobachtens und der Auseinandersetzung liess ich mich taufen. Auslöser dafür war ein Wunder, welches ich erlebt habe.

 

Welches Wunder hast du erlebt?

Kurz nach meiner Ankunft in der Schweiz wollte ich an der Universität Basel mein Studium fortsetzen und abschliessen. Doch als Flüchtling war es mir nicht möglich, die Studiengebühren zu bezahlen.  Ich suchte nach verschiedenen Möglichkeiten und meldete mich bei verschiedenen Organisationen und Kirchen. Leider konnte mir niemand helfen. Ich ging ins Gebet und bat Jesus um Hilfe. Kurze Zeit später bekam ich einen Anruf von der Sozialberatung der Universität Basel, dass eine Kirche Geld gespendet hat, um einer Person das Studium zu ermöglichen. Die Verantwortlichen wussten nichts von meiner Situation und kannte mich nicht. Für mich das was ein Wunder – ein Zeichen des Himmels, das Jesus lebt und real erfahrbar ist. Ich entschloss, mich taufen zu lassen und als Nachfolger Jesu durchs Leben zu gehen. Am Anfang besuchte ich eine Gemeinde in Basel. Ich beschloss dann, in meiner näheren Umgebung eine christliche Gemeinschaft zu suchen und schaute im Gottesdienst der Heilsarmee rein. Einige Leute kannte ich bereits von der Lebensmittelausgabe. Ich wurde herzlich aufgenommen und beschloss, mich dieser Gemeinde anzuschliessen.

 

Was gefällt dir an der Heilsarmee besonders?

Wie schon gesagt bin ich ein Mensch, der etwas gegen Not und Ungerechtigkeit machen will und ich möchte andere Menschen gut behandeln und ihnen helfen. In der Heilsarmee sah ich, dass der christliche Glaube nicht nur eine Theorie ist, sondern ganz praktische Auswirkungen hat. Der Glaube bekommt hier Hände und Füsse. Die Leute von der Heilsarmee beten nicht nur, sondern tun auch konkret etwas. Es gibt eine grosse Hilfsbereitschaft, die ich selber erfahren durfte und ich möchte auch meinen Beitrag leisten, anderen Menschen zu helfen. Deshalb habe ich den Entschluss gefasst ein Mitglied der Heilsarmee zu werden. 

 

Wir freuen uns sehr, dass du dich der Heilsarmee anschliesst und sind gespannt auf die weitere Geschichte, die Jesus Christus mit dir schreiben wird! 

Neu: Kurs "Basics des Christentums". Jetzt informieren und anmelden!

 

My Story - Mitglieder der Heilsarmee erzählen, was sie mit Gott erleben

 

Das aktuelle Programm finden Sie in unserer Agenda

 

Jetzt Servietten bestellen!

 

Die Heilsarmee Liestal auf Facebook

 

Hier finden Sie unsere

Kontaktdaten

 

 

Heilsarmee Liestal

Oristalstrasse 9

4410 Liestal

Tel: 061 921 21 82

 

Direkt zu...